Lesen Sie gerne? Interessieren Sie sich für die Literatur unserer Zeit? In lockerer Runde können Sie in diesem Kurs über das Gelesene sprechen und Ihre Leseerfahrungen austauschen. Hauptsächlich werden die Werke zeitgenössischer Autoren und Autorinnen behandelt, die als Taschenbuch erhältlich sind. Das Buch der ersten Stunde ist der Roman von Asako Yuzuki mit dem Titel "Butter".
Zwischen Asgard und Olymp, den beiden Götterburgen, entfalten sich die uralten Mythen wie ein Lied, das wir immer noch singen können, je tiefer wir in seine Geheimnisse eintauchen. Jeder Tag der Woche enthüllt uns seine eigene Weisheit und Schönheit, und auch die Erde hat ihr wohlklingendes Wort in die Waagschale zu werfen. Die Welt ist Klang, und wir schwingen mit, – in den Geheimnissen, die uns die alten Weisen (im doppelten Sinn des Wortes) offenbaren. Beide Kulturen wussten ganz unterschiedliche Geschichten zu den einzelnen Tagen zu erzählen, und gerade das macht dieses Buch so spannend. Im Norden macht man mit der Welt und der Erde zum Teil ganz andere Erfahrungen als im Süden, und das spiegelt sich auch trefflich in der – im Grunde zeitlosen – Mythologie zwischen Asgard und Olymp wider: Freya und Aphrodite, Iduna und der Garten der Hesperiden, Apollo und die Göttin Sol mit ihrer Tochter, Hermes und Odin, Sif und Demeter. Doch am spannendsten ist Gaia, die Erde selber, mit ihren heiligen Quellen und Bergen, ihren hilfreichen Feen und Zwergen und dem geheimen Leben der Unterwelt. Die Autorin Vera Zingsem führt uns mit klarem Blick und poetischer Sprache in jene Tiefen, in denen Mythos und Seele eins werden. Denn diese Mythen sind keine staubigen Überbleibsel längst vergangener Tage, sondern sprühende Funken alter Kraft die uns neue Türen in die Gegenwart aufschließen – frisch, frech und philosophisch zugleich. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Vom Hegelhaus geht es durch die ehemaligen Vereinigten Hüttenwerke, dem Amüsierbezirk der 1950er bis 1970er Jahre. Dort spielten in den 1960er Jahren englische Beatbands wie "Casey Jones and the Gouvernors", indonesische Beatbands mit irren Gitarrenläufen und angeblich wurde hier schon der Punk vorweggedacht und gespielt. Später spielten schon in den 1970ern AC/DC im ehrwürdigen Gustav-Siegle-Haus. Wir schlendern kurz ins Bohnenviertel, bevor es Antipasti und ein Glas Wein im Lesecafé "Ché" gibt. Angedacht ist auch ein Infobesuch bei Ehrenamtlichen im "Hoffnungshaus", Café für die Armutsprostituierte, um Hintergründe über die Verhältnisse im Rotlichtmilieu zu erfahren.
Lesen Sie gerne? Interessieren Sie sich für die Literatur unserer Zeit? In lockerer Runde können Sie in diesem Kurs über das Gelesene sprechen und Ihre Leseerfahrungen austauschen. Hauptsächlich werden die Werke zeitgenössischer Autoren und Autorinnen behandelt, die als Taschenbuch erhältlich sind. Das Buch der ersten Stunde ist der Roman "Das Flüstern der Feigenbäume" von Elif Shafak.
Kaum eine kulturelle Ausdrucksform hat so viele Facetten, so viele Seiten wie die Literatur. Der Buchhändler Andreas Heßelmann hat fast 40 Jahre diese literarische Welt aktiv in der Buchhandlung Röhm in Sindelfingen begleitet, mitgestaltet und verkauft. Einmal im Monat gibt er Ihnen nun einen Einblick in bemerkenswerte Neuerscheinungen und über das, was es generell Neues in diesen Bücherwelten gibt. Dafür wählt er für jeden 2. Montag im Monat 4 Titel aus den verschiedensten Genres aus, unter anderem aus der Shortlist des Deutschen Buchpreises, und liest aus diesen jeweils eine für ihn typische Seite vor - 4 Seiten aus 4 Büchern. Jede*r Teilnehmende erhält zudem ein kostenloses Buch des seit vielen Jahren erfolgreichen Autors Andreas Heßelmann, das auf Wunsch gerne signiert werden kann.
Als Sherlock Holmes 1893 den literarischen Tod starb, gab es wütende Proteste von seinen zahlreichen Fans. Schließlich lenkte Sir Arthur Conan Doyle ein und erweckte den Meisterdetektiv aus der Londoner Baker Street 221b wieder zum Leben. Noch über hundert Jahre später kennt jeder Sherlock Holmes. Weit weniger bekannt ist der geistige Vater des berühmten Detektivs. Dabei war das Leben des britischen Autors und Arztes mindestens so abenteuerlich wie die Kriminalfälle seines meisterhaften Ermittlers. Dies beleuchtet dieser ca. 90-minütige Literaturvortrag zu Leben und Werk von Sir Arthur Conan Doyle. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Die spannende Geisterführung zu Stiftskirche, Altem Schloss, Altem Waisenhaus und Bohnenviertel erzählt von unheimlichen Begegnungen mit geisternden Mönchen, einem kopflosen Reiter und zwei Schattengestalten, die noch heute bei Morgengrauen zu sehen sind. Neben den Sagen wird aber auch erklärt, wann die Stiftskirche evangelisch wurde, woher das Bohnenviertel seinen Namen hat, wann der letzte württembergische König abdankte, wie es früher auf Friedhöfen zuging - und vieles mehr!
Warum quaken die Frösche, spinnt die Spinne ihren Faden, dreht sich die Sonnenblume immer der Sonne zu? Diese und viele andere Fragen beantwortet die Lektüre Ovids. Die Verwandlungsgeschichten des römischen Dichters sind Schlüsseltexte der europäischen Literatur: die über 250 Geschichten prägen bis heute die Werke der Kunst und Literatur - die Beschäftigung mit diesen Erzählungen ist also immer auch eine Reise in die Kunst- und Literaturgeschichte der verschiedenen Epochen. Lauschen Sie den Geschichten und lassen Sie sich von den Kunstwerken und Texten verzaubern, die diesen Geschichten gewidmet sind. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Stellen Sie sich vor, Sie gehen eines schönen Abends zu Bett, schlagen am nächsten Morgen die Augen auf, und nichts ist mehr so, wie es vorher war. So ergeht es dem kleinen Mumin, der Hauptperson unserer Geschichte, der mitten in der kalten Jahreszeit - viel zu früh - aus seinem Winterschlaf erwacht und einfach nicht mehr einschlafen kann. Niemand aus seiner Familie lässt sich aufwecken, nicht mal seine Mutter, die sonst immer einen Rat weiß. Die neue Welt um ihn herum ist zwar noch die gleiche wie zuvor, doch im Schnee sieht sie völlig verändert aus, und sie wird von fremdartigen Wesen bewohnt, die er noch nie in seinem Leben zu Gesicht bekommen hat: „Da stolpert man in etwas ganz Neues hinein, und dann ist da keine einzige Person, die wissen will, in was für einer Welt man früher gelebt hat“, sinniert Mumin. Der Schnee ist ihm ein Rätsel und die Kältefrau ist nicht weniger geheimnisvoll. Und das Allerschlimmste: Die Sonne scheint für immer aus der Welt verschwunden zu sein… Durch die Mumins wurde die finnische Künstlerin und Malerin Tove Jansson, die von 1914 bis 2001 lebte, weltweit bekannt. Sie hat diesen liebenswerten Roman mit viel Humor und Einfühlungsvermögen geschrieben. Kommen Sie an diesem Abend mit auf eine spannende Reise ins Mumintal. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Das Bohnenviertel, über Jahrhunderte hinweg ein von Weingärtnern und Handwerkern geprägtes Viertel, hat sich trotz Kriegszerstörungen und zahlreicher Abrisse bis heute seinen besonderen Charakter bewahrt. Verwinkelte Gassen, ruhige Innenhöfe, kleine Geschäfte, Gaststätten und Weinstuben verleihen ihm noch immer eine eigene Atmosphäre. Die Führung beginnt am Charlottenplatz. Durch das ehemalige Esslinger Tores floh einst Friedrich Schiller aus Stuttgart. Später wohnte hier auch Wilhelm Hauff, der in Stuttgart einige seiner berühmten Märchen schrieb. In der Leonhardskirche befindet sich das Grab des bedeutenden Humanisten Johannes Reuchlin. Ganz in der Nähe lässt der Krimiautor Wolfgang Schorlau seine Romanfigur, den Privatdetektiv Georg Dengler, regelmäßig in seinem Stammlokal Grauburgunder trinken. Auch die jüngere Geschichte des Viertels kommt zur Sprache: Im "Club Voltaire" in der Leonhardstraße planten die 68er die Revolution. Studenten, Intellektuelle, Schriftsteller und politisch Engagierte verfassten subversive Bierdeckel oder hielten provokante Vorträge. Es wurde diskutiert, debattiert und gegen gesellschaftliche Missstände protestiert. Die Führung führt außerdem durch das Leonhardsviertel, das Stuttgarter Rotlichtviertel. Im Anschluss ist eine Einkehr in der urigen schwäbischen Gaststätte "Tauberquelle" (Torstraße 19, schwäbische Küche - eigene Kosten) geplant. Bitte bei Anmeldung angeben, ob gewünscht.
Der Vortrag befasst sich mit Sprechtexten Nora Gomringers, einer der prominentesten und erfolgreichsten Lyrikerinnen und Performance-Poetinnen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Dadurch, dass die Personalunion von Textverfasser*in und Textinterpret*in ein zentrales Merkmal der Sprechdichtung ist, wird beinahe unweigerlich das Geschlecht der*des Performenden zu einer Kategorie, die in die Darbietung mit eingeht und die Rezeption mitprägt. Dabei wirkt auch heute noch die bis in die antike Rhetorik zurückgehende Vorstellung nach, dass die öffentlich sprechende, unterhaltende, sich ausdrückende, im Mittelpunkt stehende, Aufmerksamkeit auf sich ziehende Person traditionell männlich ist. An exemplarischen Beispielen wird diskutiert, wie Gomringer, die sich selbst als Feministin versteht, in ihren Texten und Performances Geschlechterrollen thematisiert und inszeniert, mit ihnen spielt und sie in Frage stellt. Zur Vorbereitung wird folgende Literatur empfohlen: Poesiealbum Nr. 358: Nora Gomringer. 2. Aufl. Wilhelmshorst: Märkischer Verlag 2024. Gomringer, Nora: „Laute Frauen“. In: Lautstärke ist weiblich. Texte von 50 Poetry-Slammerinnen. Hg. von Clara Nielsen und Nora Gomringer. Berlin: Satyr 2017. S. 9–14.
Nach vielen Jahren gibt es endlich wieder einen Roman von Elisabeth Kabatek ("Laugenweckle zum Frühstück"), der in Stuttgart spielt! Zoologin Paula steht kurz vor dem Höhepunkt ihrer wissenschaftlichen Karriere: Tief im Dschungel von Borneo hat sie endlich das extrem seltene Bergspitzhörnchen aufgespürt. Die Kamera ist im Anschlag – da klingelt ihr Handy. Paulas Tag ist ruiniert, und das nicht nur, weil das Hörnchen abgehauen ist. Sie muss zurück nach Stuttgart, zur Beerdigung ihres Vaters. Der Patriarch hat sie vor Jahren verstoßen, weil sie zu viel Persönlichkeit und zu wenig Interesse an Getriebewellen hatte. Sein Testament ist eine letzte, diabolische Rache: Damit die ganze Familie an das Erbe gelangt, muss Paula ein Jahr lang das Unternehmen führen, unterstützt von einem unerträglichen Besserwisser im grauen Business-Anzug. Für die geldgierige schwäbische Familie ist die Entscheidung klar. Für Paula heißt es: Hörnchen oder Holding? Freiheit oder Familie? Borneo oder Stuttgart? Eine Geschichte mit hohem Wiedererkennungswert, sehr viel Stuttgarter Lokalkolorit und einer turbulenten Love Story! Und wie immer gibt es bei Elisabeth Kabateks legendären Lesungen die eine oder andere Überraschung...