Die Entwicklungsgeschichte des Impressionismus vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Lebens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts steht im Zentrum dieses Vortrags. Dieses Seminar macht Sie anhand von Bildern und Texten mit der Entwicklungsgeschichte der impressionistischen Malerei, vor allem aber auch mit dem Zeitkolorit des literarischen und gesellschaftlichen Lebens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vertraut. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Von Aristoteles über Kant bis zu Adorno und Bourriaud – Theorien über Kunst spiegeln, wie Gesellschaft über Schönheit, Sinn und Zweck von Kunst nachdenkt. Wir gehen den Fragen nach: Was macht etwas zu Kunst? Wer entscheidet über Bedeutung und Wert? Und wie verändern sich diese Perspektiven im digitalen Zeitalter?
Als universelle Sprache verhandeln Haare seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen – und bestimmen, wie Menschen sich selbst sehen und gesehen werden. Mit „HAAR – MACHT – LUST“ präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielfältigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar in den Blick nimmt. Zu sehen sind rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart – darunter Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten, Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen – aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum. Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Frisuren signalisieren von jeher Status und Zugehörigkeit – ob im Alten Ägypten oder in der heutigen Selbstinszenierung. Zugleich prägt Haar unsere Vorstellungen von Geschlecht und Rolle: Es kann Normen bestätigen, unterlaufen oder wie im Drag bewusst überzeichnen. Unzählige Geschichten erzählen von der Macht des Haars. Und immer wieder setzt Haar ein politisches Statement – als Zeichen von Protest, Identität und Selbstbestimmung, bis hin zur Frage, wer über den eigenen Körper entscheidet. Dieser sinnliche und überraschende Streifzug durch drei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte verdeutlicht, welche Wirkmacht das scheinbar Alltägliche entfalten kann. Die Ausstellung ist bis 4. Oktober 2026 in der Kunsthalle München zu sehen. Die Kuratorin Juliane Au gibt in diesem Web-Vortrag einen spannenden Einblick in die Ausstellung und das kuratorische Konzept.
Wohnzimmer, Küchen und Schlafzimmer galten lange als komplett unpolitisch. Aber: diese Räume erzählen spannende Geschichte(n) von Rollenbildern, Machtverhältnissen und sozialen Normen. Von bürgerlichen Salons über die Frankfurter Küche bis zu heutigen Wohninszenierungen fragen wir: Was verrät das Private über seine Zeit?
1910 malt Kandinsky das erste abstrakte Bild – ein Skandal. Abstrakte Kunst bedeutete, auf Gegenständlichkeit zu verzichten und neue Ausdrucksformen zu erfinden. Warum faszinierte und provozierte Abstraktion gleichermaßen?
Um 1850 widmete sich die Malerei und Bildhauerei nicht mehr nur bedeutenden Themen und Gestalten - nun wurden einfache arbeitende Menschen zu Motiven. Die mit der Industrialisierung aufkommenden neuen Materialien wie die Ölfarben aus der Tube, Pinsel verschiedener Breiten und kleinere Leinwände waren ideal, um sie direkt im Freien zu verwenden. Im ausgehenden 19. Jahrhundert hinterfragten Künstler wie Arnold Böcklin ihre Zeit, indem sie Themen nicht mehr für in sich geschlossene Bilderzählungen nutzen, sondern Geheimnisvoll-Verborgenes anklingen ließen. Und neben der inhaltlichen Aufladung sorgte kurz vor 1900 dann der Jugendstil für eine Aufwertung der handwerklichen Qualität. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Farbe ist eines der stärksten Ausdrucksmittel der Malerei. Von Goethes Farbenlehre über Seurat und den Pointillismus bis zu Rothkos Farbräumen erkunden wir, wie Farbe emotional wirkt, wissenschaftlich erklärt wird und zu einem eigenständigen Thema der Kunst wird.