Welche bewegte Geschichte haben die alten Gebäude in der Böblinger Altstadt? Was erzählen sie von der Geschichte der Stadt? Wo sind die geheimnisvollen Stollengänge unter dem Schlossberg, und warum und von wem sind sie gebaut worden? Lassen Sie sich von der Dozentin Cornelia Wenzel in die Böblinger "Unterwelt" entführen.
Vom Frühjahr 1944 bis April 1945 gab es in Leonberg ein SS-geführtes Außenlager des KZ Natzweiler (Elsass). Im Laufe eines Jahres arbeiteten insgesamt 5000 Männer aus 24 europäischen Ländern in den beiden bombensicheren Röhren des Engelbergtunnels. An sieben Tagen pro Woche und in Zwölf -Stunden-Schichten mussten sie die Tragflächen des Messerschmitt-Düsenjägers 262 herstellen. Im April 1945 wurde das Lager wegen der näher rückenden alliierten Truppen geräumt. Zurück blieb ein Massengrab für die an den katastrophalen Haft - und Arbeitsbedingungen zu Tode gekommenen Gefangenen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gedenkstätte führen durch die Dokumentationsstätte im alten Engelbergtunnel und auf dem „Weg der Erinnerung“, der etwa einen Kilometer entlang der Seestraße zum Alten Friedhof Leonberg führt.
Die Böblinger Seen könnten vieles über die mehr als 750-jährige Geschichte der Stadt erzählen. Bei diesem Rundgang werden einige historische Fakten an die Oberfläche geholt, die Interessantes und wenig Bekanntes von Stadt und Seen beinhalten. Heutzutage befindet sich hier, im Herzen der Stadt, ein beliebtes Naherholungsgebiet, in dem auch ein vielfältiges kulturelles und gastronomisches Angebot präsentiert wird. In den Fokus der Führung tritt das zum 500. Gedenktag der Böblinger Bauernkriegsschlacht im Mai 2025 errichtete Denkmal des am Bodensee lebenden Künstlers Peter Lenk.
1617 wurde das Schloss im Maurener Tal gebaut. Baumeister dieses Renaissanceschlosses und seiner Gartenanlage war der herzogliche Baumeister Heinrich Schickhardt. 325 Jahre lebten verschiedene Adelsfamilien hier. Im 2. Weltkrieg wurde das Schloss zerstört. Und heute erleben Sie in Mauren einen Dialog - scheinbar schwebende Wohnungen über historischen Grundmauern. Lassen Sie sich von der Maurener Geschichte und dem architekturgeschichtlichen Zeugnis überraschen!
Die Stadt Böblingen stellt sich seit vielen Jahren dem Stadtumbau, hat seit 2012 eine Klimaschutzkonzeption; ein Teilkonzept beschäftigt sich mit klimafreundlicher Mobilität. 2020 wurde ein Klimaanpassungskonzept, das sich mit dem Stadtklima und dessen Auswirkungen auf die Menschen beschäftigt, verabschiedet und aktuell arbeitet das Baudezernat an der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes, der zum Ziel hat, allen Verkehrsarten Raum zu geben. Gestartet wurde mit dem Fuß- und Radverkehr. Bei einem Stadtrundgang mit Bürgermeisterin Kraayvanger, Leiterin des Baudezernates, werden die aktuellen Entwicklungen in Quartieren, in der Innenstadt unter den oben genannten Aspekten vorgestellt und diskutiert.
Wenn die Sonne über Tübingen untergegangen ist, zeigt sich der Neckar von einer besonders romantischen Seite. Die Konturen des Ufers verschwimmen. Das Bild der alten Universitätsstadt und seiner berühmten Altstadtfront ändert sich. Wirkliches wird zu Unwirklichem, Echtes zu Unechtem. Der Fluss lädt ein zu einer traumhaften Stocherkahnfahrt vor der beleuchteten Neckaruferkulisse. Mit einem Glas italienischem Rotwein und einem Stück Pizza frisch aus dem Ofen lassen sich die Eindrücke genießen. Hören Sie, was der Stocherkahnführer über Tübingen zu erzählen hat. Erleben Sie die Natur abseits vom Straßenlärm. Beobachten Sie die Fledermäuse über dem Neckar und eine Vielzahl von Vögeln in einer ruhigen und stimmungsvollen Atmosphäre. Der versierte Stocherkahnführer "gondelt" Sie sanft gleitend in den Sonnenuntergang und in die Nacht. Verspüren Sie einen Hauch von Venedig in Tübingen. Bei Regen bitte bis 2 Std. vor Termin unter 07071-304827 abfragen, ob die Veranstaltung stattfinden kann.
Der Olgahain liegt in malerischer Kulisse auf einer wildromantischen Anhöhe unweit von Bebenhausen. Umgefallene Bäume geben dem Kirnberg einen ursprünglichen Charakter, von Moosen überwachsene Steinblöcke unterstreichen den geheimnisvollen Zauber der Natur. Eine verwitterte Steintreppe schlängelt sich dem Bergrücken entlang und an den alten Holzbänken hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Das Waldstück verführt zu Tagträumerei. Und doch: Hier trifft Natur auf Geschichte. Der Olgahain wurde zu Ehren von Königin Olga (1822 bis 1892) angelegt, der Ehefrau des dritten württembergischen Königs Karl. Für sie, russische Großfürstin, Tochter von Zar Nikolaus I. und seiner Ehefrau Charlotte von Preußen, damit Urenkelin von Katharina der Großen, dürfte die Heirat eher ein sozialer Abstieg gewesen sein. Die Ehe blieb kinderlos und verlief unglücklich. Nach Olgas Tod verfiel die Anlage in einen jahrzehntelangen Dornröschenschlaf. Wandern Sie mit Schönbuch-Autor Roland Bengel durch diese märchenhaft anmutende Natur und erfahren Sie nebenbei etwas über die einst engen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem württembergischen Königshaus und dem russischen Zarenreich.
Geschichte, Literatur und Natur - Diese lauschige Tour führt vom Marienplatz zum Teehaus. Wir steigen vom Stuttgarter Süden auf versteckten Wegen hinauf zum Haigst, genießen dort den herrlichen Panoramablick und gehen durch den Wald weiter zum Teehaus. Unterwegs erfahren Sie, was sich heute auf und unter dem Marienplatz abspielt, warum es in Stuttgart so viele Mammutbäume gibt und warum der Bauwich typisch Schwäbisch ist. Auf der Tour gibt es auch viele literarische Spuren zu finden, beispielsweise von König Wilhelm II., der chilenischen Nobelpreisträgerin Gabriela Mistral oder von "unserem" Friedrich Schiller. Kurze Lesungen ergänzen deshalb Historisches, Kulturelles und Kurioses. Die Tour endet an der Aussichtsplattform beim Teehaus im Weißenburgpark. Dort bietet sich ein herrlicher Rundblick über ganz Stuttgart, und Sie können sich zum Sonnenuntergang entweder ein Getränk to go besorgen oder zum Ausklang in einem der schönsten Biergärten Stuttgarts einkehren. Teilnehmende sollten gut zu Fuß sein (steiler Aufstieg!), vernünftiges Schuhwerk tragen und Wasser mitnehmen, da es unterwegs nichts gibt.
Wer jemals in Tübingen war, erinnert sich noch lange an den berühmten Blick von der Neckarbrücke auf die Silhouette der historischen Altstadt mit ihren spitzgiebligen Bürgerhäusern, die dicht an dicht über der Stadtmauer aufragen, darüber unter breiten Dächern das herzogliche Schloss, die Bursa, das Evangelische Stift, die Alte Aula, die Stiftskirche und unten am Fluss neben uralten Weiden der Hölderlinturm. Der unterhaltsame Rundgang führt uns mitten durch dieses jahrhundertealte Erscheinungsbild der Universitätsstadt, vorbei an den schmalen Fachwerkhäusern, durch verwinkelte Gassen und zu beschaulichen Plätzen - er verbindet dabei die historischen Fakten mit überlieferten Anekdoten, die "große" Geschichte mit den skurrilen Begebenheiten, das historisch Bedeutsame mit dem alltäglich Kuriosen.