Die fesselnde Geisterführung entlang des Nesenbachs zu den großen Plätzen der Stadt, Marktplatz, Schillerplatz und Schlossplatz, erzählt von der Stuttgarter Unterwelt und von einem Geisterheer, das die ganze Stadt in Angst versetzte. Vor dem Alten Schloss hören Sie die Legende der "weißen Frau". Nebenbei erfahren Sie, warum es in der Markthalle Schienen gibt, was die Alte Kanzlei ursprünglich war, von Katharinas tragischem Tod und warum der König die Grabkapelle Rotenberg erbauen ließ und vieles mehr! Begleiten Sie uns auf dem Weg durch Stuttgarts düstere Vergangenheit.
Vom Hegelhaus geht es durch die ehemaligen Vereinigten Hüttenwerke, dem Amüsierbezirk der 1950er bis 1970er Jahre. Dort spielten in den 1960er Jahren englische Beatbands wie "Casey Jones and the Gouvernors", indonesische Beatbands mit irren Gitarrenläufen und angeblich wurde hier schon der Punk vorweggedacht und gespielt. Später spielten schon in den 1970ern AC/DC im ehrwürdigen Gustav-Siegle-Haus. Wir schlendern kurz ins Bohnenviertel, bevor es Antipasti und ein Glas Wein im Lesecafé "Ché" gibt. Angedacht ist auch ein Infobesuch bei Ehrenamtlichen im "Hoffnungshaus", Café für die Armutsprostituierte, um Hintergründe über die Verhältnisse im Rotlichtmilieu zu erfahren.
Vor 100 Jahren sanierte Stuttgart auf Initiative des privaten Mäzens Eduard Pfeifer einen Teil seiner Altstadt. Es entstanden mittelalterlich anmutende Häuser, prächtige Giebelhäuser rund um den schmucken Geißplatz. Ein gelungenes, einheitliches Ensemble mit Märchenmotiven an den Fassaden, das weitgehend unbeschadet den Krieg überstand. Wir durchstreifen das Viertel und schauen uns die mit Figuren und Ornamenten reich verzierten Fassaden an, ein in Stuttgart eher seltener Anblick. Die Einkehr zum rustikalen "Schwabenbrunch" - oder auch ein anderes Gericht - im "Kachelofen" bildet den gemeinsamen Abschluss. Bitte geben Sie bereits bei der Anmeldung an, ob Sie mit einkehren.