2024 wurde der Neubau des Stiftungsgebäudes der Sammlung Froehlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seitdem bietet sich die Möglichkeit die vom Sammlerehepaar Anna und Josef Froehlich über viele Jahre hinweg erworbenen Kunstwerke zu betrachten und auch die Gelegenheit das gesamte Kunstgebäude kennen zu lernen. Während der Architekturführung erfahren Sie von der Entstehungsgeschichte des Baus, seiner Architektin, den besonderen stilistischen Merkmalen und dem außergewöhnlichen Energiekonzept. Sie lernen das Untergeschoss mit der Präsentation der Lichtkunst und den graphischen Arbeiten kennen, blicken im Erdgeschoss in das Schaudepot mit seiner Petersburger Hängung und verweilen abschießend im Obergeschoss im lichtdurchfluteten Konferenz- und Veranstaltungsraum mit Blick über die Dachterrasse in die kleine gärtnerisch gestaltete Freianlage. Die Gebühr ist die Aufwandspauschale der vhs., die Führung und der Eintritt sind kostenfrei.
Die Welt kennt Ronnie Wood als Gitarrist der Rolling Stones – doch lange bevor er die Bühnen der Welt betrat, war er Künstler. Nach seinem Kunststudium hielt er die Leidenschaft fürs Malen sein Leben lang aufrecht, parallel zu einer der größten Karrieren der Rockgeschichte. Die Ausstellung "Ronnie Wood. The Artist" im Neuen Kunstmuseum Tübingen zeigt eine andere Seite dieses außergewöhnlichen Mannes: Werke, in denen er sich mit den Alten Meistern auseinandersetzt – darunter Delacroix, Rembrandt und El Greco – und ihre Bildwelten in seiner ganz eigenen Handschrift neu interpretiert. Daneben präsentiert er Hommagen an die Ikonen der Rock- und Popmusik: von Elvis Presley bis Amy Winehouse. Das Neue Kunstmuseum Tübingen, das im Frühjahr 2025 eröffnete, schafft einen neuen Zugang zur Kunst und ist auch als Gebäude ein architektonisches Highlight. An diesem Abend haben Sie die exklusive Gelegenheit, die Ausstellung in einer Sonderführung außerhalb der Öffnungszeiten des Museums zu erleben.
Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 27. September 2026 monumentale Skulpturen und Installationen der drei international erfolgreichen brasilianischen Künstler:innen Vivian Caccuri, Lucia Koch und Henrique Oliveira. Für die Ausstellung ANATOMY OF PRESENCE entstehen eigens für das SCHAUWERK neu konzipierte, großformatige Werke: von begehbaren organischen Strukturen, über eindrückliche Klangwelten bis zu immersiven Lichtinstallationen. Die drei Künstler:innen treten in einen direkten Dialog mit dem menschlichen Körper und verwandeln das Museum in eine vibrierende Landschaft sinnlicher, individueller und kollektiver Erfahrungen. Damit stehen sie in einer Tradition der Installationskunst, die sich in Brasilien seit den 1960er Jahren als eigenständige Form entwickelte. In einer zunehmend virtuellen Welt setzt die Ausstellung einen deutlichen Kontrapunkt: Sie lädt Besucher:innen zu einem Parcours ein, um die eigene Körperlichkeit und die Umgebung bewusst wahrzunehmen.
Esslingen am Neckar – einst Freie Reichsstadt und lange Zeit wirtschaftliche Konkurrentin der Residenzstadt Stuttgart – beeindruckt bis heute mit ihren gut erhaltenen Fachwerkhäusern, freiherrlichen Palästen und ehemaligen klösterlichen Pfleghöfen. Der Aufstieg Esslingens begann bereits im frühen Mittelalter. Der Legende nach brachte Abt Fulrad die Reliquien des heiligen Vitalis von Mailand nach Esslingen. Die Verehrung des Heiligen machte die Stadt zu einem wichtigen Wallfahrtsort und förderte ihren wirtschaftlichen Aufschwung. „Wenn der Pilger zu den Knochen tingelt, der Groschen in der Kasse klingelt!“ – das war der Beginn des Wohlstandes in Esslingen. Im Mittelalter entwickelte sich Esslingen zudem durch seine günstige Lage an bedeutenden Handelswegen zu einem florierenden Handelszentrum. Ab dem 13. Jahrhundert gewann auch der Weinbau zunehmend an Bedeutung. Zahlreiche geistliche Orden ließen sich in der Stadt nieder und auswärtige Klöster errichteten die bis heute erhaltenen Pfleghöfe zur Verwaltung ihrer Besitztümer und Weinberge. Während des Rundgangs erfahren wir zudem Wissenswertes über SchriftstellerInnen und DichterInnen, die mit Esslingen verbunden sind. Anschließend besuchen wir die Sektkellerei Kessler, Deutschlands älteste Sektkellerei. Bei einer Kellerführung erhalten wir Einblicke in die traditionelle Sektherstellung; ein Glas Sekt ist inklusive. Auf Wunsch Einkehr in die Gaststätte „Einhorn“. Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, ob eine Einkehr erwünscht (auf eigene Kosten).