Welche bewegte Geschichte haben die alten Gebäude in der Böblinger Altstadt? Was erzählen sie von der Geschichte der Stadt? Wo sind die geheimnisvollen Stollengänge unter dem Schlossberg, und warum und von wem sind sie gebaut worden? Lassen Sie sich von der Dozentin Cornelia Wenzel in die Böblinger "Unterwelt" entführen.
Das Straßenbahnmuseum Stuttgart birgt eine der deutschlandweit größten und aussagefähigsten Sammlungen zur regionalen Geschichte des öffentlichen Nahverkehrs. Gezeigt werden Originalfahrzeuge, Kleinexponate, Bild- und Schriftdokumente aus Stuttgart, Esslingen, Feuerbach und von den Fildern. Einige der Fahrzeuge können im Rahmen von Führungen betreten werden. In einer facettenreichen Ausstellung auf rund 2500 qm zeigt das Museum die Höhepunkte der Stuttgarter Straßenbahngeschichte. Staunen Sie über den ersten Pferdebahnwagen von 1868 und erleben Sie die Entwicklung der Fahrzeuge bis hin zum "Stuttgarter Klassiker" GT4, der 2007 durch die heutige Stadtbahn abgelöst wurde. Detailliert gestaltete Themeninseln greifen einzelne Aspekte aus Betrieb und Technik auf und stellen diese besonders anschaulich dar. Im Anschluss genießen Sie eine Zeitreise mit der historischen Straßenbahn Linie 23 Richtung Ruhbank und zurück.
Das gibt es europaweit in keiner anderen Großstadt! Die dritte Dimension ganz bequem und doch abenteuerlich erschlossen - typisch Stuttgart. Mit dem einzigartigen „Erbschleicher-Express“, der nostalgischen Standseilbahn, geht es zum Waldfriedhof. Ein kleiner Rundgang führt zu Prominentengräbern (unter anderem wurden Theodor Heuss, Robert Bosch und Arnulf Klett hier begraben). Von dort führt der „Blaustrümpflerweg“ zum Dornhaldenfriedhof mit seiner bewegten (und bewegenden) Geschichte sowie zum benachbarten historischen Garnisonsschützenhaus. Ein Spazierweg durch den Wald wartet mit Bemerkenswertem und Erstaunlichem auf uns. Auch mutige Downhill-Biker rasen hier den Hang hinunter. Weiter geht es zu Württembergs kleinster Weinlage und einem der schönsten Aussichtspunkte Stuttgarts: Der „Haigst“ fasziniert auch mit seiner spannenden Historie und besonderen Gestaltung. Abwärts geht es nun ganz bequem mit der „Zacke“, Deutschlands einziger Großstadt-Zahnradbahn, zum urbanen Marienplatz.
Unter der Königsdynastie der Achämeniden entwickelte sich Persien im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. zu einer glanzvollen Weltmacht. Auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung erstreckte sich das persische Reich vom Mittelmeer bis zum Indus. Dieses Imperium hatte 200 Jahre lang Bestand, bevor es von Alexander dem Großen erobert wurde. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie die Perser zur Großmacht wurden und mit welchen Mitteln sie es verstanden, die Herrschaft über so viele Völker dauerhaft zu sichern. Dazu gehörten so unterschiedliche Instrumentarien wie die Herstellung einer reichsweiten Infrastruktur und Toleranz gegenüber fremden Lebensformen. Auch in kultureller Hinsicht gehören die Perser in die erste Riege der antiken Völker. Davon zeugen die Prachtbauten von Persepolis ebenso wie die Errungenschaften in Kunst und Wissenschaften sowie die Religion. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie altpersische Kultur und Geschichte im heutigen Iran gesehen werden.
Die Villa Reitzenstein ist ein Ort, an dem sich Geschichte und Gegenwart Stuttgarts und Baden-Württembergs in eindrucksvoller Weise bündeln. Das durch die Verlegertochter Helene von Reitzenstein zu Beginn des vorigen Jahrhunderts errichtete imposante Palais ist heute Amtssitz des baden-württembergischen Ministerpräsidenten und Sitz des Staatsministeriums. Das Gebäude wurde in den vergangenen Jahren umfangreich renoviert und kann nun wieder besichtigt werden. Ein Rundgang bietet Einblicke in die Repräsentations- und Sitzungsräume der Villa, wie z.B. den Gobelinsaal, die Bibliothek oder den Kabinettssaal, von dem aus heutige Landespolitik gestaltet wird. Die Führung macht erlebbar, wie das Gebäude und die weitgehend original erhaltenen Räume mit der wechselvollen Geschichte des Landes in der Zeit von 1921 bis heute verbunden sind. Bei geeigneter Witterung wird sich ein kleiner Spaziergang durch den landschaftlich schönen Park der Villa anschließen.
Seit 2001 befindet sich das Stuttgarter Feuerwehrmuseum in einer ehemaligen Fabrikhalle aus dem Jahr 1906. Hier wird auf 2.500 Quadratmetern Stuttgarter Feuerwehrgeschichte hautnah erlebbar. Mit nahezu 30 Feuerwehrfahrzeugen aus den 40er bis 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, aber auch mit Exponaten des 21. Jahrhundertes, wird Geschichte greifbar: Löschfahrzeuge, Drehleitern, ein Feuerwehrkran, Spezialrüstwägen, eine Gelenkmastbühne und viele weitere Fahrzeuge, die bei der Feuerwehr Stuttgart im Dienst standen. Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung der Brandbekämpfung von den Anfängen des organisierten Löschens von Bränden, wie sie in den herzoglichen und königlichen Feuerordnungen festgelegt wurde, über die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart bis zur Einrichtung der heutigen Berufsfeuerwehr. Bereits in der ersten Stuttgarter Feuerordnung von Graf Eberhard im Bart aus dem Jahr 1492 sind Anordnungen zum Verhindern und Löschen von Bränden in der Stadt enthalten. Feuerwehruniformen, Feuerwehrhelme, Orden, Ehrenzeichen und vieles mehr gewähren zusätzlich eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte und Gegenwart der Feuerwehr Stuttgart.
Die Wittelsbacher, eines der ältesten deutschen Adelsgeschlechter, haben in den letzten tausend Jahren in vielfältiger Weise die deutsche Geschichte mitbestimmt und beeinflusst. Sie stellten Fürsten nicht nur in Bayern, sondern auch in der Pfalz und Jülich. Auch ein Kaiser und zwei deutsche Könige gingen aus ihrem Geschlecht hervor und sogar schwedische und griechische Könige. Außerdem gründeten sie die Universitäten in Heidelberg (1386) und in Ingolstadt (1472). Der aber wohl bekannteste Wittelsbacher war der populäre Bayernkönig Ludwig II., der mit dem Bau von Schloss Herrenchiemsee und Schloss Neuschwanstein unsterblich geworden ist. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Die Stadtführerin Sylvia Weller-Pahl bringt uns in dunkle, unterirdische Gewölbe und Keller in der Altstadt von Sindelfingen, die fast keiner kennt und die sonst nicht begehbar sind. Wir erkunden vier bis fünf Keller, erfahren, wie sie gebaut wurden und was dort früher gelagert wurde. So ist das Gewölbe des 1592 erbauten Salzhauses (heute das Stadtmuseum) eine Anlage aus behauenem Stubensandstein, der ehemalige Universitätskeller unter dem Firstständerhaus am Schaffhauser Platz aber eine aus Backsteinen gemauerte Anlage. Daneben erhalten wir auch Zugang zu privaten Kellern. Diese düsteren und meist ein wenig feuchten Orte zeugen nicht nur von einer langen Geschichte ihrer Häuser und Besitzer, sondern hatten im Verlauf der Jahrhunderte auch unterschiedliche Funktionen und Nutzungen - vom Weinkeller bis zum Luftschutzbunker in den Bombennächten des Zweiten Weltkrieges.
Wenn die Zeit der Rauhnächte naht, erwacht eine der faszinierendsten Traditionen des Jahres. Schon in früheren Zeiten spielte das Räuchern während dieser besonderen Tage eine wichtige Rolle. Es diente der Reinigung von Haus und Hof, dem Schutz vor negativen Einflüssen sowie der Besinnung auf das kommende Jahr. In diesem Workshop tauchen wir gemeinsam in die Welt der Rauhnächte ein und lernen die überlieferten Bräuche und Rituale kennen, die den einzelnen Tagen zugeschrieben werden. Dabei beschäftigen wir uns mit typischen heimischen Räucherpflanzen und Harzen und erfahren Wissenswertes über deren Verwendung, Wirkung und symbolische Bedeutung. Darüber hinaus werden verschiedene Räuchertechniken und Räucherformen vorgestellt und praktisch ausprobiert. Als besonderes Highlight kann ein eigener Räucherstick angefertigt werden. Der Workshop bietet eine stimmungsvolle Gelegenheit, altes Brauchtum kennenzulernen, die Kraft heimischer Pflanzen zu entdecken und sich auf die besondere Zeit der Rauhnächte einzustimmen.
Ein abwechslungsreicher und humorvoller Gang durch die historische Altstadt zeigt Tübinger Highlights links und rechts des Schokoladenmarktes, die nicht jeder kennt. Der Tourführer Dr. Michael Schwelling erzählt faktenreich und unterhaltsam zugleich Geschichten und Anekdoten zu den umliegenden Gebäuden und Plätzen und berichtet Wissenswertes über das Festival ChocoLART. Anschließend können die Teilnehmer*innen über den größten deutschen Schokoladenmarkt bummeln. An den Ständen bieten Chocolatiers aus Frankreich, Österreich, Italien, Belgien, Dänemark, Kolumbien, Ghana, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland ihre auserlesenen Produkte an. Spazieren, Schauen und Genießen - lassen Sie sich verführen!
Ihre Glanzzeit hatten die Etrusker zwischen 800 und 450 v. Chr. In dieser Zeit beherrschten sie, ausgehend von der heutigen Toskana, weite Teile Italiens. Noch heute zeugen die prächtigen Nekropolen von ihrem hohen zivilisatorischen Niveau. Zu den bleibenden Leistungen der Etrusker gehört die Gründung der späteren Weltstadt Rom. Der Vortrag liefert auf dem neuesten Stand der historischen und archäologischen Forschung einen umfassenden Einblick in die faszinierende Welt der - trotz vieler Fortschritte in mancher Hinsicht immer noch rätselhaften - ersten Hochkultur in Italien.
Der Arbeitskreis Heimatmuseum lädt Sie herzlich zu einer exklusiven Führung durch das klassizistische Schloss Dätzingen ein – einem architektonischen Juwel mitten im Ort und weit über die Region hinaus. Hinter den historischen Mauern verbirgt sich eine überraschend vielfältige Geschichte: Orts-, Familien-, Schloss-, Adels-, Religions-, Landes-, Industrie- und sogar Weltgeschichte begegnen sich hier auf einzigartige Weise. In stilvollem Ambiente wird Geschichte lebendig und spannend erzählt. Lassen Sie sich von der eindrucksvollen Architektur, den prachtvollen Innenräumen und den faszinierenden Geschichten des Schlosses verzaubern. Ein besonderer Höhepunkt erwartet Sie mit der wieder angebrachten Jagdtapete „La chasse de Compiègne“ – einer der frühesten Papiertapeten der Welt und ein bedeutendes Kulturdenkmal europäischer Wohnkultur. Jahrzehntelang nicht öffentlich zu sehen, erstrahlt dieses außergewöhnliche Unikat nun wieder in neuem Glanz und macht Schloss Dätzingen um eine einzigartige Attraktion reicher.
Seit jeher waren Frauen Trägerinnen eines tiefen Wissens über Heilpflanzen, Naturzyklen, Rituale und das Leben im Einklang mit der Natur. In diesem Vortrag begeben wir uns auf eine Reise durch verschiedene Zeiten und Kulturen und begegnen Frauen, die als Heilerinnen, Kräuterkundige, Weise Frauen und Hüterinnen alten Wissens wirkten. Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung weiblicher Naturverbundenheit im Wandel der Geschichte und zeigt auf, wie wertvoll dieses Wissen auch heute noch sein kann. Geschichten, Hintergründe und alte Überlieferungen verbinden sich mit Impulsen für einen bewussteren Zugang zur Natur und zur eigenen Intuition. Dabei entsteht ein lebendiger Einblick in die Welt weiblicher Weisheit – zwischen Tradition, Heilwissen und spiritueller Verbundenheit mit der Erde - ein inspirierender Vortrag über weibliche Weisheit, Naturverbundenheit und das über Generationen bewahrte Wissen von Frauen. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Bei archäologischen Untersuchungen in zum Abriss freigegebenen Fachwerkhäusern in Sindelfingen und Böblingen kamen ungewöhnliche Funde ans Licht: sogenannte Nachgeburtstöpfe aus Mittelalter und Neuzeit. Warum wurden sie tief in Kellern verborgen? Der Vortrag gibt spannende Einblicke in Alltagsleben, Geburtshilfe, Volksglauben und Schutzvorstellungen vergangener Jahrhunderte – und zeigt, was uns diese Funde heute erzählen können. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Skandalumwittert, begehrt, machtbesessen – so das gängige Bild einer Mätresse am Hof. Doch Franziska von Hohenheim entsprach nicht dem typischen Klischee. Aus dem niederen Adel stammend, vom Kaiser zur Reichsgräfin erhoben, bewegte sie sich in einer Welt, die ihr Schutz bot und zugleich Abhängigkeit auferlegte. War sie eine geschickte Strategin oder eine Gefangene ihrer Zeit? Wer war Franziska wirklich? Auf Spurensuche in ihrem Leben offenbaren sich Mythen, Vermutungen und ein neuer Blickwinkel auf eine außergewöhnliche Frau. Der Vortrag findet im Restaurant PLENUM im Landtag statt. Wählen Sie selbst aus der kulinarischen Vielfalt oder der Mittags-Menü-Karte und genießen Sie den Blick auf das Neue Schloss, die Oper und den Schlossgarten. Dazu wird Ihnen als unterhaltsames Rahmenprogramm die spannende Geschichte der Franziska von Hohenheim „serviert“. In Kooperation mit der vhs Esslingen
Stuttgart ist eine Stadt "auf den zweiten Blick" – man muss sie sich zu Fuß und ohne Hektik erlaufen. Bei dieser Tour zeigt Ihnen Autorin Elisabeth Kabatek, die eine "Gebrauchsanweisung für Stuttgart" (Piper Verlag) geschrieben hat, "ihren" Stuttgarter Westen. Hipp und urban und voller angesagter Kneipen und Cafés, ist der Westen eines der beliebtesten Wohnviertel für junge Leute und Familien, leidet andererseits jedoch unter Verkehrsproblemen, Klimawandel und Gentrifizierung. Auf unserem Spaziergang schauen wir uns den historischen Westen mit seinen vielen Gründerzeithäusern und der industriellen Vergangenheit (Waldbaur, Bosch etc.) genauso an wie das moderne Wohnviertel mit allen Herausforderungen des Zusammenlebens auf engem Raum (Verkehrsversuch Augustenstraße). Die Tour ist nicht gedacht als reiner Monolog, sondern auch als Austausch: Welche Vorstellungen haben wir von Stadt, Stadtentwicklung und Lebensqualität? Mit der Anmeldung erhalten Sie ein paar (subjektive!) Ausgehtipps, so dass Sie ggf. vorher einen Tisch reservieren und den Abend gemütlich ausklingen lassen können.