Kurse nach Themen
Zwischen Asgard und Olymp, den beiden Götterburgen, entfalten sich die uralten Mythen wie ein Lied, das wir immer noch singen können, je tiefer wir in seine Geheimnisse eintauchen. Jeder Tag der Woche enthüllt uns seine eigene Weisheit und Schönheit, und auch die Erde hat ihr wohlklingendes Wort in die Waagschale zu werfen. Die Welt ist Klang, und wir schwingen mit, – in den Geheimnissen, die uns die alten Weisen (im doppelten Sinn des Wortes) offenbaren. Beide Kulturen wussten ganz unterschiedliche Geschichten zu den einzelnen Tagen zu erzählen, und gerade das macht dieses Buch so spannend. Im Norden macht man mit der Welt und der Erde zum Teil ganz andere Erfahrungen als im Süden, und das spiegelt sich auch trefflich in der – im Grunde zeitlosen – Mythologie zwischen Asgard und Olymp wider: Freya und Aphrodite, Iduna und der Garten der Hesperiden, Apollo und die Göttin Sol mit ihrer Tochter, Hermes und Odin, Sif und Demeter. Doch am spannendsten ist Gaia, die Erde selber, mit ihren heiligen Quellen und Bergen, ihren hilfreichen Feen und Zwergen und dem geheimen Leben der Unterwelt. Die Autorin Vera Zingsem führt uns mit klarem Blick und poetischer Sprache in jene Tiefen, in denen Mythos und Seele eins werden. Denn diese Mythen sind keine staubigen Überbleibsel längst vergangener Tage, sondern sprühende Funken alter Kraft die uns neue Türen in die Gegenwart aufschließen – frisch, frech und philosophisch zugleich. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
1910 malt Kandinsky das erste abstrakte Bild – ein Skandal. Abstrakte Kunst bedeutete, auf Gegenständlichkeit zu verzichten und neue Ausdrucksformen zu erfinden. Warum faszinierte und provozierte Abstraktion gleichermaßen?
Um 1850 widmete sich die Malerei und Bildhauerei nicht mehr nur bedeutenden Themen und Gestalten - nun wurden einfache arbeitende Menschen zu Motiven. Die mit der Industrialisierung aufkommenden neuen Materialien wie die Ölfarben aus der Tube, Pinsel verschiedener Breiten und kleinere Leinwände waren ideal, um sie direkt im Freien zu verwenden. Im ausgehenden 19. Jahrhundert hinterfragten Künstler wie Arnold Böcklin ihre Zeit, indem sie Themen nicht mehr für in sich geschlossene Bilderzählungen nutzen, sondern Geheimnisvoll-Verborgenes anklingen ließen. Und neben der inhaltlichen Aufladung sorgte kurz vor 1900 dann der Jugendstil für eine Aufwertung der handwerklichen Qualität. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
"Worpswede, Worpswede, Worpswede! Versunkene-Glocke-Stimmung! Birken, Birken, Kiefern und alte Weiden. Schönes braunes Moor, köstliches Braun! Die Kanäle mit den schwarzen Spiegelungen, asphaltschwarz. Die Hamme mit ihren schwarzen Segeln, es ist ein Wunderland, ein Götterland...!" Mit diesen Worten preist Paula Modersohn-Becker das am Rande des Teufelsmoors gelegene Künstlerdorf Worpswede. Hier hat sie zusammen mit Fritz Mackensen, Heinrich Vogeler, Otto Modersohn, Hans am Ende, Clara Rilke-Westhoff u.a. gearbeitet. Prägend für ihr Schaffen wurden aber auch ihre Aufenthalte in der Kunstmetropole Paris, wo sie die künstlerische Avantgarde für sich entdeckte: Rodin, Cézanne, Gauguin... Der Vortrag stellt Ihnen die künstlerische Entwicklung Paula Modersohn-Beckers vor und beleuchtet anhand ausgewählter Texte auch ihre Begegnung mit dem Dichter Rainer Maria Rilke. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Nach einem Begrüßungssecco führt die Tour von der Stuttgarter Weinlage "Obere Mönchhalde" mit tollem Rundumblick durch den Weinberg bis zur "Unteren Mönchhalde" mit seinen beeindruckenden Weinbergsmauern und einer ehemaligen Kelter. Der Weg in die Stadt führt über eine Staffel zum Kriegsbergturm, dem chinesischen Garten und dem Postdörfle. Die Wanderung endet in der Vinothek in der Breite Str. (Fahrt mit Bus, zusätzliches VVS-Ticket erforderlich). Bei einer Brezel werden zwei Stuttgarter Weine verkostet. Preis inklusive 1 x Secco, 3 x Wein, Wasser und Brezel.
Die ballettbezogene 1,5-stündige Führung durch die Räume des Staatstheaters Stuttgart gibt einen Einblick in die Organisation eines Theaterbetriebs und zeigt auf, was alles dazu gehört, damit sich zu Beginn einer Vorstellung der Vorhang pünktlich hebt. Anschließend sehen Sie eine Aufführung des weltberühmten Stuttgarter Balletts. Bitte beachten Sie, dass ein Rücktritt nicht möglich ist (Vorverkaufskarte!), es sei denn die Karte und der Platz bei der Führung können über die Warteliste vergeben werden. Kartenkategorie: III. Rang Die Eintrittskarte berechtigt am Veranstaltungstag zur Fahrt zum Veranstaltungsort mit allen VVS-Verkehrsmitteln (2. Klasse) ab 3 Stunden vor Aufführungsbeginn und zur Rückfahrt bis Betriebsschluss. Eine Einführung zum Stück findet vor jeder Vorstellung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer statt.
Vom Hegelhaus geht es durch die ehemaligen Vereinigten Hüttenwerke, dem Amüsierbezirk der 1950er bis 1970er Jahre. Dort spielten in den 1960er Jahren englische Beatbands wie "Casey Jones and the Gouvernors", indonesische Beatbands mit irren Gitarrenläufen und angeblich wurde hier schon der Punk vorweggedacht und gespielt. Später spielten schon in den 1970ern AC/DC im ehrwürdigen Gustav-Siegle-Haus. Wir schlendern kurz ins Bohnenviertel, bevor es Antipasti und ein Glas Wein im Lesecafé "Ché" gibt. Angedacht ist auch ein Infobesuch bei Ehrenamtlichen im "Hoffnungshaus", Café für die Armutsprostituierte, um Hintergründe über die Verhältnisse im Rotlichtmilieu zu erfahren.
Ein unbekannter Park zwischen Stuttgart-West und Heslach bietet verwunschene Ecken, interessante Kulturgeschichte und ein "verzaubertes" Freilichtmuseum in einem Garten der Renaissance mit vielen Skulpturen und Resten von berühmten Gebäuden der Stuttgarter Geschichte. Hier befand sich auch die im 19. Jahrhundert berühmte "Silberburg" und ein Weinberg der Stadt Stuttgart. Der Chemiefabrikant und Inhaber der BASF in den 1870er Jahren, Gustav Siegle, baute sich seine pompöse Villa, von der nur noch der rätselhafte Athene-Brunnen zeugt. Die Villa Gemmingen, heute im Besitz der Freifrau von Tessin, zeigt sich aber weiterhin in ihrer ganzen Pracht. Im Lapidarium, einem Freilichtmuseum der Stadt Stuttgart, gibt es zum Abschluss noch eine zusätzliche Führung (im Preis inbegriffen).