Europa steht vor einer zentralen Frage: Wie können wir unsere digitale Zukunft selbst gestalten – statt sie anderen zu überlassen? In diesem Live-Online-Vortrag zeigt Martin Hullin, Director für das Netzwerk für Technologische Resilienz & Souveränität bei der Bertelsmann Stiftung, warum technologische Resilienz und europäische Lösungen nicht nur möglich, sondern entscheidend für die Sicherung einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft und stabilen Demokratie sind. Von Open-Source-Initiativen bis zu strategischen Partnerschaften: Erfahren Sie, wie wir gemeinsam eine widerstandsfähige digitale Infrastruktur aufbauen – für mehr Sicherheit, Innovation und Selbstbestimmung.
In ihrem gemeinsamen Buch „Mut tut gut“ verbinden der Soziologieprofessor Norbert Schneider und die Psychiaterin und Psychotherapeutin Maria Bellinger ihre fachlichen Perspektiven zu einer einzigartigen Analyse der gegenwärtigen Kultur des Aufwachsens. Während die Soziologie gesellschaftliche Strukturen, Konstrukte und Erwartungen beleuchtet, fokussiert sich die Psychiatrie und Psychotherapie auf das Individuum und seine psychische Gesundheit und Resilienz. Aus dieser interdisziplinären Auseinandersetzung entsteht ein umfassender Blick auf zentrale Fragen des Aufwachsens in Deutschland: Was bewegt Eltern und Familien heute? Wie verändert sich eine Partnerschaft mit dem ersten Kind? Wo verläuft die Grenze zwischen beschützender Fürsorge und behindernder Ängstlichkeit? Wie begegnen Eltern den Institutionen Kita und Schule? Wie ist die steigende Anzahl diagnostizierter psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zu bewerten? Und wie könnte es gelingen, die alltäglichen Krisen nicht als Bedrohung, sondern als Entwicklungschance zu verstehen? Eine Veranstaltung für Eltern, Großeltern, Erzieher:innen, Pädagog:innen und alle, die verstehen möchten, welche gesellschaftlichen und individuellen Einflüsse aktuell das Aufwachsen in Deutschland prägen.
Die Welt ist im Wandel. Alte Bündnisse werden in Frage gestellt oder aufgekündigt, neue Bündnisse sind im Entstehen. Im Januar 2026 besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz Indien und bezeichnete das Land als „Wunschpartner Deutschlands“. Anlässlich dieses Besuches Indiens als erstem asiatischem Land in seiner Amtszeit - noch vor China -, wird sich der Vortrag ausführlich mit den aktuellen politischen, sozio-ökonomischen und militärischen Entwicklungen Indiens, der bevölkerungsreichsten und damit größten Demokratie der Welt, auseinandersetzen. Unter anderem wird der Vortrag thematisieren, ob Indien für die deutsche Wirtschaft tatsächlich „das neue China“ sein kann, wie sich das indisch-russische und das indisch-chinesische Verhältnis entwickelt haben und welche Auswirkungen der indisch-pakistanische Vier-Tage-Krieg im Mai 2025 für die Stabilität Südasiens hat. Im Fokus des Vortrags steht dabei vor allem die Frage, wie die Weltordnung der neuen Imperien aus der Perspektive Indiens betrachtet und welche Rolle Indien spielen wird.
Ideologien der Ungleichheit bilden den Kern rechtsextremer Ideologien. Die extreme Rechte konstruiert auf der Basis zugeschriebener Eigenschaften wie Herkunft oder Geschlecht Unterschiede und Identitäten. Die „Anderen“ werden dabei systematisch abgewertet und für wahrgenommene Missstände verantwortlich gemacht. Und sie werden bekämpft - verbal und zum Teil auch körperlich. Vorurteile und Stereotype sind ebenso wie Ideologien der extremen Rechten in unserer Gesellschaft verankert, wie neuere Untersuchungen zeigen. Die extreme Rechte greift diese auf, radikalisiert sie und versucht daraus politisches Kapital zu schlagen. Im Vortrag werden Ideologien, Einstellungsmuster und diskursive Strategien der extremen Rechten näher beleuchtet und es wird aufgezeigt, wie diese zu einer Radikalisierung der Gesellschaft beitragen.
Aktuell häufen sich in unserer Gesellschaft zwei problematische Verhaltensweisen: Zum einen die Tendenz, die offene Auseinandersetzung zu vermeiden und zum anderen einen Hang zur offenen Feindseligkeit gegenüber Andersdenkenden. Doch wie gelingt es uns, in einen empathischen Austausch zu kommen? Ein Austausch, in dem wir unsere Meinung klar vertreten ohne zwischenmenschliche Brücken einzureißen? Damit wir andere Menschen überzeugen, aber auch selbst dazulernen. Damit unsere Gesellschaft es schafft, ihre Konflikte offen auszutragen und dadurch zusammenzufinden.
Deutschland ist eines der sichersten Länder der Welt. Dennoch erleben wir, dass auch in Deutschland Krisen und Katastrophen unsere gewohnten alltäglichen Abläufe stören. Extreme Wetterereignisse wie Unwetter und Hochwasser nehmen zu. Durch Cyberattacken, Desinformation oder Sabotage finden Angriffe auf Infrastrukturen, Meinungsbildung und Zusammenhalt statt. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt wichtige Empfehlungen, wie jede und jeder Einzelne vorsorgen kann – von Vorräten im Haushalt über Notfallgepäck bis hin zu Kommunikationswegen, wenn die Infrastruktur eingeschränkt ist. Wenn etwas passiert, ist es besser, vorbereitet zu sein. Im vhs.WebVortrag erfahren die Teilnehmenden – wie sie Extremsituationen mit einfachen, alltagstauglichen Mitteln möglichst sicher meistern, bis Hilfe sie erreicht oder Einsatzkräfte die Lage bewältigen konnten, – welche Vorräte sie vorhalten und wie sie selbst ohne Strom daraus kochen können, – wofür und wie sie ihr persönliches Notgepäck anlegen, – welche Notfallausstattung sich für Privatpersonen lohnt und wie sie sie fachgerecht einsetzen.