Lutzeier M.A., Sabine Kunsthistorikerin
Magister-Studium Kunstgeschichte und Germanistik in München, selbständige Kunstvermittlerin
Mit schnörkelloser Schlichtheit und natürlichen Materialien prägten Architekten und Gestalter wie der Finne Alvar Aalto (1898-1976) und die Dänen Hans J. Wegner (1914-2007) und Arne Jacobsen (1902-1971) nicht nur den Einrichtungsgeschmack der Moderne: In den 1930er bis -60er Jahren wurden sie mit ihren organischen Formen und ihrem ganzheitlichem Ansatz zu 'Vätern' des modernen nordischen Designs. Vorgestellt werden die bedeutendsten Schöpfungen, wie etwa Aaltos im Jahr 1937 erstmals präsentierte wellenförmig-gestaltete Vase, eine 'Ikone' skandinavischen Designs, die berühmten Stuhldesigns Wegners und Jacobsens sowie dessen Lampenentwürfe für Louis Poulsen. Trotz ihrer zeittypischen Merkmale veranschaulichen sie Innovation und besitzen Vorbildcharakter bis und gerade in unsere heutige Zeit hinein. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de
Hart, ja steinig, war der Weg für talentierte Malerinnen, die vor 1900 häufig nur als Künstlertöchter die Chance hatten, eine solide handwerkliche Ausbildung zu erhalten. Anhand bedeutender Werke werden die Lebenswege, Konflikte und Ambitionen dreier außergewöhnlich begabter Künstlerinnen anschaulich: Anna Dorothea Therbusch (1721 als Lisiewska in Berlin geboren), Angelika Kauffmann (1741 in Chur zur Welt gekommen) und die Bekannteste unter den dreien: Paula Modersohn-Becker (geboren 1876 in Dresden). Ideelle und finanzielle Unterstützung waren für Künstlerinnen ihrer Zeit keineswegs selbstverständlich. Gesellschaftliche Erwartungen hielten Frauen vielfach in traditionellen Rollenbildern als Ehefrau, Hausfrau und Mutter gefangen und erschwerten ihre künstlerische Entfaltung erheblich. Nur die kinderlos gebliebene Angelika Kauffmann, die zunächst von ihrem Vater und später auch von ihrem Ehemann unterstützt wurde, gelang in London und zuletzt in Rom der Durchbruch. Die drei Künstlerinnen stehen exemplarisch für unterschiedliche Epochen und Orte, in denen ihnen der Zugang zu weiterbildenden Akademien, Ausstellungsbetrieben sowie zu offizieller Anerkennung durch Preise und Auszeichnungen lange Zeit stark erschwert oder ganz verwehrt blieb. vhs.KulturKarten-Veranstaltung Weitere Informationen zur vhs.KulturKarte: www.vhs-kulturkarte.de