Bengel, Roland
Uralte, urige Eichen ziehen seit jeher die Menschen in ihren Bann. In der Waldgesellschaft sind diese Baumriesen eine besondere Attraktion. Auch im Schönbuch gibt es noch etliche dieser beeindruckenden Naturdenkmale. Manche von ihnen sind Relikte der Waldweide und erinnern damit an jene Zeit, als Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen in den Wald getrieben wurden, um dort Futter zu finden. Bei einer Radtour kommen wir auf gesicherten Wegen an mehreren dieser "Giganten" vorbei: Gabeleiche, Lausterers Eiche, Hubertuseiche, Förstereiche, Prinz-Friedrich-Eiche und Johannes-Konath-Eiche. Über einen kleinen Fußweg suchen wir die Reste der Dicken Eiche in der Kauppenklinge auf, die bei einem Wintersturm vor zehn Jahren umgestürzt ist und bis dahin zu einer der mächtigsten und ältesten Eichen im Schönbuch gezählt hat. Sie fahren dabei mit Roland Bengel, Autor der Bücher "Faszination Schönbuch", "Wilder Schönbuch" und "Schönbuch - 101 Highlights", etwa 25 Kilometer gemütlich durch das sanft-hügelige und weitläufige Waldgebiet des Schönbuchs und können sich dabei auch von schönen Buchen-Eichen-Wäldern sowie dem idyllischen Mähdertal beeindrucken lassen. Einen Stopp machen wir an einer Waldweide sowie dem Sommertalweiher. Die Tour ist etwa 30 Kilometer lang und wird für E-Bike-Fahrer empfohlen. Das Tempo wird selbstverständlich der Gruppe angepasst. Als Begleitperson sorgt Harry Stäbler mit für Ihre Sicherheit.
Der Olgahain liegt in malerischer Kulisse auf einer wildromantischen Anhöhe unweit von Bebenhausen. Umgefallene Bäume geben dem Kirnberg einen ursprünglichen Charakter, von Moosen überwachsene Steinblöcke unterstreichen den geheimnisvollen Zauber der Natur. Eine verwitterte Steintreppe schlängelt sich dem Bergrücken entlang und an den alten Holzbänken hat die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Das Waldstück verführt zu Tagträumerei. Und doch: Hier trifft Natur auf Geschichte. Der Olgahain wurde zu Ehren von Königin Olga (1822 bis 1892) angelegt, der Ehefrau des dritten württembergischen Königs Karl. Für sie, russische Großfürstin, Tochter von Zar Nikolaus I. und seiner Ehefrau Charlotte von Preußen, damit Urenkelin von Katharina der Großen, dürfte die Heirat eher ein sozialer Abstieg gewesen sein. Die Ehe blieb kinderlos und verlief unglücklich. Nach Olgas Tod verfiel die Anlage in einen jahrzehntelangen Dornröschenschlaf. Wandern Sie mit Schönbuch-Autor Roland Bengel durch diese märchenhaft anmutende Natur und erfahren Sie nebenbei etwas über die einst engen verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem württembergischen Königshaus und dem russischen Zarenreich.
Zahlreiche Gewässer und Bachläufe geben dem Schönbuch seinen unverwechselbaren Charakter. Die einzigartigen Biotope fördern nicht nur die Artenvielfalt, sie sind als Farbtupfer in der großen, zusammenhängenden Waldlandschaft des Schönbuchs zugleich kleine Attraktionen für die Besucher des Naturparks. Bei einer Radtour mit Schönbuch-Autor Roland Bengel steuern wir auf gesicherten Wegen etliche dieser Gewässer an, von denen einige als besonders schützenswerte Naturdenkmale ausgewiesen sind. Dabei fahren wir entlang des Kleinen und Großen Goldersbaches, des Fischbachs, des Lindachs und des Mähderbachs und kommen unter anderem am Ochsenweiher, Ziegelweiher, Sommertalweiher, Glockenrainweiher, Kohlweiher und Birkensee vorbei. Mehrere kleine Pausen sind an diesen idyllischen Gewässern eingeplant. Die Radtour ist etwa 40 Kilometer lang. In gemütlichem Tempo schlängeln wir uns den Bachläufen so entlang, dass uns die Schönheit der Natur auch während der Fahrt nicht entgeht. Als Begleitperson sorgt Harry Stäbler mit für Ihre Sicherheit.