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Literarischer und stadtgeschichtlicher Spaziergang durchs Bohnen- und Leonhardsviertel Stadtführung im kultigsten Viertel Stuttgarts mit Einkehr

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Samstag, 10. Oktober 2020 16:30–19:30 Uhr

Kursnummer 20310531
DozentIn Bernd Möbs
Datum Samstag, 10.10.2020 16:30–19:30 Uhr
Gebühr 17,00 EUR
Ort Stuttgart

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Das Bohnenviertel, jahrhundertelang ein armes Weingärtner- und Handwerkerviertel, hat trotz Kriegszerstörung und Abriss seinen ganz eigenen Charakter bewahrt. Es gibt dort verwinkelte Gassen, ruhige Innenhöfe unweit der Bundesstraßen, kleine Geschäfte, Gaststätten und Weinstuben. Wir beginnen am Charlottenplatz, dort flüchtete Schiller durchs Esslinger Tor, später schrieb dort Wilhelm Hauff aus Langeweile berühmte Märchen. In der Leonhardskirche, die von den Teilnehmern besichtigt wird, liegt der berühmte Humanist Johannes Reuchlin begraben, in der Nähe sitzt auch die Romanfigur des Krimiautors Wolfgang Schorlau, Privatdetektiv Georg Dengler, am liebsten in seinem Stammlokal und trinkt Grauburgunder. Nicht weit entfernt im "Club Voltaire" in der Leonhardstraße planten die 68er die Revolution und aufmüpfige Schriftsteller verfassten subversive Bierdeckel oder hielten provokante Vorträge. Die Führung führt ebenfalls durch das Leonhardsviertel, das sich in den nächsten Jahren vom Schmuddel- zum schicken Ausgehviertel entwickeln wird - ob mit oder ohne Rotlichtmilieu. Angedacht ist ein Besuch in einem Anlaufzentrum für Straßenmädchen, wo man von Mitarbeitern aufschlussreiche Informationen zum Thema Armutsprostitution bekommt.
Zum Schluss besteht die Möglichkeit zur Einkehr in die Gaststätte "Tauberquelle" (schwäbische Küche). Bitte bei Anmeldung angeben, ob gewünscht.

literarischer Spaziergang

Bernd Möbs Kulturwissenschaftler

Stadtführer, Rezitator und Dozent in der Erwachsenenbildung, Geschichtsvermittler im Haus der Geschichte Baden-Württemberg


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