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Die "Frau vom Checkpoint Charlie" Jutta Fleck und ihre Tochter erzählen ihre Biographie

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Dienstag, 04. Februar 2020 18:30–20:30 Uhr

Kursnummer 11311110
Dozenten Jutta Fleck
Beate Gallus
Datum Dienstag, 04.02.2020 18:30–20:30 Uhr
Gebühr 14,00 EUR
Ort

vba, Schafgasse 14
Schafgasse 14
71032 Böblingen

Böblingen

Kursort

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Jutta Fleck und Beate Gallus
Die "Frau vom Checkpoint Charlie" und ihre Tochter

Einen besonderen Abschluss der Schwerpunktreihe "Ostdeutschland" bildet dieser Abend mit Jutta Fleck, die als "Die Frau vom Checkpoint Charlie" in die Geschichte des späten Kalten Krieges einging und mit ihrem engagierten Kampf um ihre beiden Töchter weltberühmt wurde. Sicherlich erinnert sich manch einer noch an den prominent besetzten Fernsehfilm mit Veronica Ferres von 2007, der mit über 12 Millionen Zuschauern äußerst erfolgreich war. An diesem Abend haben Sie die Möglichkeit, die realen Personen hinter dieser Geschichte kennenzulernen: Jutta Fleck und ihre Tochter Beate Gallus.
Nach einem gescheiterten Fluchtversuch im Jahr 1982 mit ihren beiden Töchtern muss sie ins Gefängnis, ihre Töchter kommen in ein Heim. Nach der schrecklichen Haftzeit im berüchtigten Frauengefängnis Hoheneck wird sie von der BRD freigekauft - ihre Kinder müssen jedoch in der DDR bleiben. Daraufhin kämpft sie unermüdlich vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit allen erdenklichen friedlichen Mitteln um ihre Kinder - bis hin zu öffentlichkeitswirksamen Auftritten vor Politikern oder dem Papst. Und sie steht bei Wind und Wetter mit einem Plakat am Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie. "Gebt mir meine Kinder zurück!", lautet ihr öffentlicher Protest. Doch nichts geschieht. Im Gegenteil: Ihr wird gedroht und sie muss um ihr Leben fürchten. Auch ihre Töchter lassen nichts unversucht, um zu ihrer Mutter in den Westen ausreisen zu dürfen: Unzählige Briefe, Anträge und eine friedliche Botschaft auf einem Tonbandgerät an den DDR-Staatschef Erich Honnecker bewirken jedoch nichts.
Schließlich fordert sie 1986 in einem letzten verzweifelten Appell im Berliner Reichstag anlässlich der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Berliner Mauer vor der gesamten Weltpresse von den Politikern die Freilassung ihrer Töchter. Endlich setzt man sich auf höchster politischer Ebene für ihr Schicksal ein. Seelisch und körperlich fast am Ende kommt für Jutta Gallus jedoch erst am 25. August 1988 das erlösende Signal aus Berlin.
Jutta Fleck und Beate Gallus werden von diesen dramatischen, zermürbenden Jahren erzählen und für Fragen zur Verfügung stehen.
Für ihr mutiges Engagement zur Freilassung ihrer Töchter erhielt Jutta Fleck u.a. den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland von Bundespräsident Horst Köhler überreicht.
Eine Veranstaltung der vhs. Kulturkarte. Für vhs.Kulturkarten-Inhaber ist keine Anmeldung nötig.

Anmeldung erforderlich (außer für Inhaber der vhs.Kulturkarte), Abendkasse
Vortrag/Podiumsdiskussion

Jutta Fleck Dozentin


Beate Gallus Dozentin



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